KREBS

Veränderte Erbsubstanz stimuliert ungehemmtes Zellwachstum

Unter Krebs werden alle bösartigen Tumore und Lymphome sowie Leukämien zusammengefasst. Krebszellen im Körper entstehen, wenn bestimmte Gene ihre Erbinformation ändern und Zellen zum ständigen Teilen animieren. Dies kann in vielen Körperbereichen geschehen. Die krankhaft veränderten Zellen können sich im Organismus ausbreiten und Tochtergeschwülste bilden, so genannte Metastasen.

Jeder zweite Mann und 43 Prozent aller Frauen müssen damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken

Je älter ein Mensch wird, desto anfälliger ist er für Krebs. Dies zeigt sich an der Zahl der Neuerkrankungen: Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer und Frauen bei 69 Jahren. Insgesamt hat die Zahl der jährlich neu auftretenden Krebserkrankungen aufgrund der bundesdeutschen demographischen Entwicklung von 1980 bis 2006 bei Frauen um 35 Prozent, bei Männern um über 80 Prozent zugenommen. Jeder zweite Mann und 43 Prozent aller Frauen müssen statistisch gesehen damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken.

Unterschiedliche Überlebensraten

Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern der Prostatakrebs. Darüber hinaus ist der Darmkrebs (Kolonkarzinom) sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland.

Die Fünf-Jahres-Überlebensraten sind je nach Krebsart sehr unterschiedlich. Sie reichen von über 90 Prozent (bei bestimmten Hautkrebserkrankungen, Hoden- und Prostatakrebs) bis unter 20 Prozent (Speiseröhren-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs).

Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren

Bei vielen Krebsarten ist die Ursache nicht bekannt oder die bekannten Auslöser lassen sich nicht beeinflussen. Bestimmte Risikofaktoren können allerdings eine Krebserkrankung forcieren, etwa Tabak- und Alkoholkonsum oder UV-Strahlung. Auch Bluthochdruck, hohe Blutfett- und Blutzuckerwerte, die häufig eine Folge von Übergewicht sind, erhöhen das Risiko.

Um eine Krebserkrankung möglichst frühzeitig erkennen und therapieren zu können, ist eine Teilnahme an Früherkennungsprogrammen sinnvoll, etwa für Brust- oder Darmkrebs.

Quellen:

  • Robert-Koch-Institut

  • Deutsche Krebshilfe e.V.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Internet Browsers zu ändern, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung