DIE PARKINSON-KRANKHEIT

Mehr als nur ein Zittern

Viele Menschen verbinden mit der Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) in erster Linie das augenfällige Zittern bestimmter Körperteile. Doch der so genannte Tremor tritt nicht bei allen Betroffenen auf, sondern ist nur eines von mehreren möglichen Symptomen dieser komplexen neurologischen Erkrankung.

Die Parkinson-Krankheit wird diagnostiziert, wenn neben einer Bewegungsarmut (Akinese) zumindest ein weiteres der folgenden Kernsymptome auftritt: Muskelstarre (Rigor), Muskelzittern (Tremor) und/oder Haltungsinstabilität. Hinzu kommen häufig weitere Symptome wie vegetative Störungen oder psychische Veränderungen. Aufgrund der Vielzahl an Symptomen können das Krankheitsbild und die Verlaufsform individuell sehr verschieden ausfallen.

Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die derzeit nicht heilbar ist

Die Ursache der Parkinson-Krankheit liegt im Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Hirnareal Substantia nigra. Erst wenn der Abbauprozess im Gehirn bereits weit fortgeschritten ist, werden die Funktionsausfälle sichtbar. Erste Anzeichen können verlangsamte Bewegungen, Ungeschicklichkeiten, das Zittern eines Arms oder Kleinerwerden der Schritte sein.

Morbus Parkinson ist derzeit nicht heilbar. Neben der medikamentösen Behandlung der Symptome können Krankengymnastik, Ergo- und Logotherapie sowie psychologische Angebote die Befindlichkeit der Betroffenen verbessern. Seit einigen Jahren wird in bestimmten Krankheitsfällen auch die so genannte Tiefe Hirnstimulation durch einen neurochirurgischen Eingriff angeboten. Hierbei werden dem Patienten Elektroden ins Gehirn implantiert, die mit einem programmierbaren Schrittmacher unter dem Schlüsselbein verbunden sind.

Die Parkinson-Krankheit tritt meist in höherem Lebensalter auf 

Die Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung, die meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr beginnt. Männer sind etwas häufiger als Frauen betroffen. In Deutschland sind schätzungsweise 150.000 Personen daran erkrankt.

Die Parkinson-Krankheit tritt ohne erkennbare Ursache auf und ist mit rund 75 Prozent das häufigste Parkinson-Syndrom - einem Oberbegriff für alle Erkrankungen mit den vier Hauptsymptomen. Die anderen 25 Prozent der Parkinson-Syndrome sind Ausdruck anderer neurodegenerativer Erkrankungen.

Quellen:

  • Kompetenznetz Parkinson

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie

  • Parkinson-Vereinigung

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