Was untersucht die Alternsforschung?

Das Altern ist ein facettenreiches Phänomen und wird nicht nur von biologischen und medizinischen, sondern auch von demographischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. Die Alternsforschung ist daher ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das von Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie, Ökonomie und Erziehungswissenschaft gleichermaßen untersucht wird. Biologische Alternsforschung, wie sie an unserem Institut betrieben wird, ist die Erforschung der dem Alterungsprozess zugrunde liegenden Ursachen. Dazu gehören: (I) Die Untersuchung molekularer und zellulärer Veränderungen, die ursächlich zum Altern beitragen.  (II) Die Identifizierung von Genen und Proteinen, die das Altern regulieren, als mögliche Angriffspunkte für Medikamente zur Veränderung des Alterungsprozesses. (III) Analyse des Einflusses von externen Faktoren auf den Alterungsprozess, z.B. haben sich ernährungsbedingte und pharmakologische Interventionen als geeignet erwiesen, den Alterungsprozess zu verlangsamen. (IV) Testen, ob Interventionen, die das Altern verlangsamen, auch positive Auswirkungen auf altersbedingte Krankheiten wie Demenz oder Krebs haben [1].

Am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns untersuchen wir die Alterungsprozesse in Modellorganismen wie Hefe, Fadenwürmern, Fruchtfliegen, Fischen und Mäusen und versuchen, die Ursachen für Langlebigkeit und altersassoziierte Krankheiten zu verstehen. Wir untersuchen nicht in erster Linie, wie die Langlebigkeit verlängert werden kann, sondern wie die Gesundheitsspanne, d.h. die Möglichkeit, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben auf lange Zeit zu führen, ausgedehnt werden kann.

(Sehen Sie sich auch die Ziele unseres Instituts an)

Weiterführende Literatur:

Quellen:

  1. Campisi, J., et al., From discoveries in ageing research to therapeutics for healthy ageing. Nature, 2019. 571(7764): p. 183-192.

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