Kommunikation für das Max-Planck-Institut

Unser Kommunikations-Team Maren Berghoff (links) und Katharina Link (rechts)

Voices of our employees - September 2022
Ein Beitrag von Jonas Goergens

Unser PR-Office über ihre Arbeit, die Herausforderungen und was sie an ihrem Job lieben

Katharina Link und Maren Berghoff kümmern sich um die Kommunikation am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns. Sie sind diejenigen, die Pressemitteilungen schreiben, Events planen und unser Institut und unsere Forschung der Öffentlichkeit präsentieren – auch auf Social Media. Wir haben uns mit ihnen unterhalten, um mehr über ihre tägliche Arbeit und ihre größten Erfolge herauszufinden.

Katharina und Maren, warum habt ihr euch für eine Karriere in der PR entschieden? Gab es einen bestimmten Anstoß dafür oder hattet ihr schon immer eine Leidenschaft für Kommunikation?

KL: Ich glaube, dass ich - zum Leid meiner Lehrer:innen - schon immer eine Leidenschaft für Kommunikation hatte. Darüber hinaus entwickelte ich früh meine Faszination für Gestaltung und Fotografie, was mich letztendlich zu meinem Traumjob gebracht hat. Klingt kitschig, ist aber so.

MB: Ich wollte früher immer Wissenschaftsjournalistin werden. Nach der Schule habe ich mich aber entschieden Biologie zu studieren, weil ich die Biologie mit all ihren Facetten einfach so faszinierend finde. Als ich während meines PhDs feststellte, dass ich nicht für die Arbeit im Labor geboren bin und ich lieber über Wissenschaft rede und schreibe als selber zu forschen, habe ich angefangen, nach Stellen in der Wissenschaftskommunikation zu suchen.

Habt ihr beide einen wissenschaftlichen Hintergrund?

KL: Ich habe mein Abitur in Biologie und Kunst gemacht, also stand ich vor der Entscheidung ob ich in die Wissenschaft oder Kunst gehe. Damals hab‘ ich noch gescherzt: Ich sollte eine wissenschaftliche Illustratorin werden. Viele Jahre könnte ich dem Beruf kaum näher sein! Ich habe meinen Bachelor in Digital Media in Canterbury gemacht. Danach habe ich in einer Medienagentur und als Selbstständige gearbeitet. Obwohl ich meine Arbeit wirklich geliebt habe, wollte ich mehr Beständigkeit in meinem Beruf. Deswegen habe ich mich hier für eine Ausbildung in der Verwaltung beworben. Zufälligerweise suchte das Institut gleichzeitig nach einer Person mit meiner Expertise für das PR-Team. Nach einem Treffen mit meiner zukünftigen Chefin Gabriella Lundkvist und meiner Kollegin Maren habe ich diese Gelegenheit ergriffen und könnte mit dieser Entscheidung nicht glücklicher sein.

MB: Ich habe Biologie an der Universität Bonn studiert und meinen PhD in Zellbiologie am ZMBH in Heidelberg gemacht. Wie ich an das Institut gekommen bin, ist auch eine spannende Geschichte. Ich habe im MPI als Praktikantin angefangen, während das Institut gleichzeitig auf der Suche nach einer PR Executive war. Keine der Bewerber:innen hat gepasst – da hatte ich die Chance meine bisherige Arbeit als Praktikantin zu präsentieren und wurde dann eingestellt! Ich habe dann neben der Arbeit noch für ein Jahr Kommunikationsmanagment studiert und mich auf diesem Gebiet weitergebildet. So habe ich beides: einen wissenschaftlichen Background und die Expertise in der Kommunikation.

Ihr beide arbeitet schon eine Weile am Institut. Erinnert ihr euch an euren ersten Tag im Institut?

MB:
Ich erinnere mich natürlich nicht mehr an jedes Detail, aber ich erinnere mich, wie freundlich mich meine Kolleg:innen und auch meine Vorgesetzte Gabriella hier am Institut willkommen geheißen haben. Am Anfang war für mich alles faszinierend, denn, wie gesagt, diese Stelle war mein erster Schritt in die Wissenschaftskommunikation. Der erste Anruf von Journalist:innen, die erste Pressemitteilung, das war wahnsinnig spannend! Mittlerweile ist natürlich vieles Routine, aber es gibt auch immer wieder neue spannende Aufgaben.

KL: Meine erste Woche war Karneval 2016, weshalb ich die seltene Gelegenheit hatte das gesamte Kollegium in einer sehr entspannten Atmosphäre kennen zu lernen.

Was liebt ihr an eurem Job besonders? Was ist frustrierend?

KL: Ich liebe es, dass ich mein ganzes Potenzial in ein breites Spektrum von Projekten einbringen kann und an jedem dieser Projekte weiter wachse. Aber all das wäre ohne unser Team nicht möglich. Wir ergänzen uns gegenseitig mit unseren Stärken, was für eine Arbeit mit täglich wechselnden Herausforderungen essenziell ist.

MB: Ich kann da Katharina nur zustimmen. Das Teamwork ist wirklich einer der besten Aspekte meiner Arbeit hier. Ich mag auch besonders die „Übersetzungsarbeit“. Damit meine ich nicht das Übersetzen zwischen verschiedenen Sprachen, sondern wissenschaftliche Inhalte für Laien verständlich zu machen. Manchmal kann der Job aber sehr fordernd sein: Wenn morgens ein Anruf von einer Redaktion kommt, dass sie eine Mitarbeitende des Instituts bis mittags interviewen wollen, muss man alle Pläne für diesen Tag über Bord werfen und versuchen ganz schnell jemanden für das Interview zu finden.

Hattet ihr während eurer Zeit am Institut einen Erfolg, auf den ihr besonders stolz seid?

KL: Unseren ersten Tag der offenen Tür zu planen war eine großartige Erfahrung. Das war ein Haufen Arbeit und wäre ohne die Hilfe der motivierten Freiwilligen aus den Laboren und Abteilungen unmöglich gewesen. Sogar die Sonne schien, was den Tag zu einer wunderschönen Erinnerung und einem großartigen Auftakt für weitere Veranstaltungen machte.
Unsere neuesten Videos sind ein weiteres großes Projekt bei dem wir viel gelernt haben und mit der Hilfe vieler aufgeschlossenen und mutigen Freiwilligen  – und auch geduldigen Kolleg:innen – konnten wir etwas Nachhaltiges schaffen, auf das viele Leute stolz sind.

MB: Ich bin generell sehr stolz darauf, wie sich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hier am Institut entwickelt hat, seitdem Katharina und ich hier sind. Unser Institut ist viel sichtbarer geworden. Auch  für mich sind die Videos, die wir zusammen mit unserer Praktikantin Paula gemacht haben, auch definitiv ein Höhepunkt. Das Filmen mit den Leuten hier hat einfach viel Spaß gemacht.

Sich stets nur auf die Wissenschaft zu konzentrieren kann anstrengend sein. Was macht ihr in eurer Freizeit um euch zu entspannen oder Inspiration zu sammeln?

MB: Ich habe meine zwei Kinder, die mir sehr dabei helfen, nicht immer an die Arbeit zu denken. Ansonsten kann ich mich am besten beim Laufen oder Wandern entspannen. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, direkt neben dem Wald – das steckt wohl noch in mir drin.

KL: Meine Hündin hilft mir die nötige Bewegung und frische Luft für meinen „Bürokopf“ zu bekommen. Ich habe die besten Ideen während meiner Spaziergänge mit dem ihr, also höre ich eigentlich gar nicht mit der Arbeit auf. Und bevor meine Katzen einzogen, wusste ich wahrscheinlich gar nicht, was Entspannung wirklich ist. Da man eine niedliche, schlafende Katze nicht wecken darf, wenn sie auf dem Schoß sitzt, kann ich sogar jetzt das ein oder andere Buch zu Ende lesen.

Wie hat sich eure Arbeit in den letzten Jahren während der Pandemie verändert? Was für Veränderungen erwartet ihr in der Zukunft?

KL: Ich kann fast alle meine Aufgaben von zu Hause erledigen. Da ich noch meine Grundausstattung aus meiner Zeit als Selbstständige hatte, war das keine große Umstellung für mich. Ich hoffe, dass ich weiterhin 50% meiner Stunden von zu Hause aus arbeiten kann, denn ich sehe die Vorteile für meine Produktivität und meine Work-Life-Balance
Die einzige Sache, die sich in unserem Arbeitsfeld geändert hat, war der Wechsel zu virtuellen Events. Allerdings haben wir mit diesem Wechsel auch die Chance gesehen, einige dieser Events einem breiteren Spektrum interessierter Personen weltweit zu öffnen. Allerdings freuen wir uns auch sehr wieder lokale Events zu organisieren und mit der Kölner Community in Kontakt zu kommen.

MB: Ich habe gemerkt, dass viele Teile meiner Arbeit auch gut von zu Hause aus erledigt werden können. Aber ich bin auch froh wieder häufiger im Institut zu sein, denn ich finde den direkten Kontakt mit den Wissenschaftler:innen sehr wichtig. Man trifft sich einfach dann manchmal zufällig an der Kaffeemaschine und plaudert und schon gibt es eine neue Idee für einen Artikel oder Projekt.

Was würdet ihr Leuten raten, die in den Bereich der PR und Wissenschaftskommunikation einsteigen wollen?

MB: Wenn ihr wirklich in Wissenschaftskommunikation gehen wollt, solltet ihr so früh wie möglich Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Dafür gibt es so viele Möglichkeiten: nehmt an einem der Events teil, schreibt Texte für die Webseite, etc. Der einfachste Weg ist mit eurer Presseabteilung zu sprechen und nachzufragen, was ihr tun könnt. Und an die Leute in unserem Institut: Wir freuen uns immer, wenn ihr uns ansprecht. Wir haben so viele Projekte an denen ihr mithelfen könnt!

KL: Stellt Fragen und bleibt neugierig. Und gewöhnt euch an das mulmige Gefühl, wenn ihr etwas Neues beginnt – denn wir wachsen mit jeder Aufgabe.