Jim Stewart mit Human Frontier Science Grant ausgezeichnet

Jim Stewart: "Ich bin sehr dankbar, dass das HFSP bereit ist, solche grundlegenden und risikoreichen Projekte zu finanzieren. Dieser Grant wird es diesem Team ermöglichen, diese neuartige Projektidee voranzutreiben."

Forschungsgruppenleiter Jim Stewart wurde mit einem Human Frontier Science Program (HFSP) Grant ausgezeichnet. Das geförderte Projekt ist eine einzigartige interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Forschenden wollen herausfinden, ob ein verbessertes Korrekturlesen der mitochondrialen DNA dazu beiträgt, die Lebensdauer und Gesundheit im Alter von Tieren zu erhöhen.

Die Mitochondrien, die Kraftwerke unserer Zellen, spielen eine zentrale Rolle bei der Energieerzeugung. Mit zunehmendem Alter verlieren sie ihre Funktion, da sich Defekte in ihrem eigenen Genom - der mitochondrialen DNA - akkumulieren. Um dies zu vermeiden, verfügen Mitochondrien über ein Korrekturlesesystem, welches DNA-Mutationen erkennt und repariert.

In seinem geförderten Projekt arbeitet Jim Stewart mit Dennis Lavrov, Evolutionsbiologe an der Iowa State University, USA, und Cameron Mackereth zusammen, die sich in ihrer Forschung an der University Bordeaux in Frankreich auf Proteinstrukuren konzentriert.
Sie werden ein sehr ungewöhnliches mitochondriales DNA-Korrekturenzym untersuchen, das nur in einer speziellen Gruppe von Korallen zu finden ist. Diese Korallen zeigen eine außergewöhnlich geringe Rate an mitochondrialen DNA-Mutationen. Das Korallen-Enzym wird in das Genom anderer Modellorganismen eingeführt, um auch dort die mitochondriale DNA besser zu schützen. Diese Tiere werden dann für Alterungsstudien verwendet. "Auf diese Weise können wir direkt testen, ob ein verbessertes Korrekturlesen der mitochondrialen DNA den Alterungsprozess tatsächlich beeinflussen würde", erklärt Stewart.

Der Preisträger

Der kanadische Wissenschaftler erwarb seinen Master-Abschluss und seine Promotion an der Simon Fraser University in Kanada. Im Jahr 2005 startete er als Postdoc in der Abteilung für Stoffwechselerkrankungen am Karolinska Institute in Stockholm, Schweden, und wechselte 2010 zusammen mit der Gruppe an das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln, Deutschland. Im Jahr 2014 wurde er an diesem Institut zum Forschungsgruppenleiter ernannt.

Das Human Frontier Science Program

Das Human Frontier Science Program (HFSP) ist ein internationales Programm zur Forschungsförderung. Dabei werden besonders hochmoderne und risikoreiche Projekte gefördert, die komplexe Mechanismen in lebenden Organismen erforschen.

Mehr über die Arbeit der Forschungsgruppe Stewart finden Sie hier.

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